homolka_reist

splendid isolation

(deutscher text unten)

The fear of the Ikarians being run over by mass tourism is charming, even if it doesn´t seem to be very likely. As for the time being, the sole way to reach the peculiar island in the northern aegean is by means of a rather tiny vessel from the far western harbour of Karlovassi on Samos. On first sight you imagine yourself having cought a refugees boat instead of one of that modern Blue Star Ferries, let alone the fast Hellenic Seaways Catamaran. On board the Panagia Theodokos they´ll hardly squeeze in a small or trailer, when we were travelling one of those „karozzis“ was tugged in by the loading captain personally with the help of some bystanders. It was loaded with white marble, seemingly destined for the upgrade of a holiday home on Ikaria, it´s load pushing the hull deeper into water when rolling on deck.

Next came two scooters, they just squeezed in between the rest of the Cargo, roughgly a dozen sacks of flour, some cartons of printing paper plus the small-office-printing-solution copamachinte to accompany it. Apparently objects of higher specific weight had been stowed on port, complementing the huge deep freezer, that must have been secured there decenia ago, giving way for passangers to pass through on starbord that way. Finally the boys team of Samos FC stormed onto the upperdeck, only to be herded down into the cabbin shortly after, looks like even greek teenagers are at the risk of beeing sunburned or -stroke that early in june.

Still, there was to be seen the odd tourist on the vessel as well, easily distinguished by their outfit, hiking boots, function wear and rucksack, sometimes spoting traces of their earlier youth as hippies, after all Ikaria is known to those who search as one of those last hideaways of an alternative lifestyle, love and peace. By now even the Athenian Bourgeoisie got the message, as well as news on the longevity of the Ikarians, they even outlive the Kretans, with the men here even having a lifeexpectancy another four years more than women, which in itself is absolutely unique in the world.

As for that, Ikaria became a must-visit destination for the still well off inhabitants of the capital, who in fact are not that wellcome on most of the greek islands, let alone on proud standalone Ikaria. Theese reservations might very well be rooted in the accidential, quite kafkaesk history of it´s actual three year long independence during during the time of the balkan wars on from 1912, however, the direct connection during the summer season is beeing seen here with mixed emotions.

Given the lean number of spare rooms, which would easily be found in one of the vast all-inclusive-resorts on the turkish side coast nearby, too many of the peak-season-visitors do camp out on the beaches. Which, whilst illegal, would generally not cause raised eybrows in Greece, does bring some problems with itself. Especially when denaturalised Athenians forget to sparate their refuse, something the locals seem to be very keen of. Even in the furthest neck of the woods you will spot that group of containers in four colours to recieve plastic, paper, metal and glass respectively. Ikarians do either discard of their leftovers orderly or, prefferably, find ways to use things another time for another purpose. After all, you´d rather take advantage of what you allready have when living out their on this beautiful yet remote island, far away from the distractions of the mainstream!

Die Angst, die die Bewohner von Ikaria vor dem Massentourismus äussern, ist rührend, aber wohl eher unbegründet. Noch. Denn derzeit gelangt man nur mit einem kleinen Kahn von Karlovassi auf Samos aus auf das eigentümliche Eiland mitten in der ostnordöstlichen Ägäis. Man vermeint sich erst auf einem Flüchtlingsboot zu befinden, nichts erinnert an die modernen Fähren von Blue Star oder gar die flinken Katamarane der Hellenic Seaways. Auf der Panagia Theodokos findet gerade mal ein Lieferwagen Platz am Achterdeck, oder ein Karozzi, den einachsigen Anhänger bugsiert der Lademeister eigenhändig mit Unterstützung einiger Kibitze über die fragile Rampe an Bord, die Ladung weissen Marmors, offensichtlich für das Upgrade eines Ferienhausses bestimmt, lässt das Heck gleich tiefer ins Wasser tauchen.

Danach dürfen zwei Motorroller den noch verbleibenden Platz neben dem etwa einen Dutzend Mehlsäcken, den Kartons mit Kopierpapier und dem dazugehörigen Office-Solutions-Print,Scan&Copy-Gerät sowie reichlich weiterer Ladung auffüllen. Wobei offensichtlich spezifisch dichtere Ladung an Backbord, wo die Bordeigene Tiefkühltruhe schon Jahrzehnte lang vertäut stehen dürfte, gestaut wird, so dass Passagiere hier tatsächlich passieren können. Schliesslich stürmt noch die Schulmannschaft des FC Samos auf´s Oberdeck, bald werden sie Trainer und Klassenvorstand allerdings in die Kajüte treiben, selbst kleine Griechen dürften anfangs Juni noch anfällig für Sonnenstich oder -brand sein.

Auch der eine oder andere Tourist ist an Bord, leicht auszumachen am Outfit, festes Schuhwerk, Funktionskleidung, Rucksack, auf Ikaria wandert man, manch Einer zeigt auch noch Spuren seiner Hippie Vergangenheit, Ikaria ist schliesslich der Geheimtipp unter Suchenden, das weiss beinahe ein Jeder. Selbst bis in die Athener Bourgeoisie hat sich das herumgesprochen, auch, dass die Ikarioten sehr alt werden, älter noch als die Kreter gar, und Männer im statistischen Mittel sogar noch vier Jahre länger leben als ihre Frauen, das gibt´s sonst überhaupt nirgends. Und so hat sich Ikaria zur Pflichtdestination der Hauptstädter gemausert, auf welche man schon auf den anderen griechischen Inseln nicht besonders neugierig ist, und hier schon gar nicht. Mag auch mit der unabsichtlichen, geradezu kafkaesk zustande gekommenen Unabhängigkeit Ikarias in den Jahren nach den Balkankriegen zu tun haben, jedenfalls sieht man der für den Sommer angekündigten schnellen Fährverbindung zwischen den Nordägäischen Inseln und den Kykladen mit gemischte Gefühlen entgegen.

Man hat ja auch gar nicht genug Fremdenbetten auf der Insel, alles in allem vielleicht grad mal so viele, wie ein besseres all-inclusive-Resort drüben an der Kleinasiatischen Küste, einem grossen Reisekonzern würde das in der Satistik gar nicht auffallen. Aber genau da liegt schon das erste Problem, wildes Campen am Strand ist in Griechenland, wiewohl eigentlich verboten, Gang und Gäbe, dürfte aber im August wirklich den Rahmen sprengen. Vor Allem, wenn die denaturierten Athener ihren Müll nicht ordentlich trennen, denn darauf stehen die Ikarioten offensichtlich. Selbst in den entlegensten Gegenden findet man die vier verschiedenfarbigen Container, die offensichtlich auch genutzt und regelmässig sortenrein geleert werden. Weil rumliegen tut nichts, weder im Wald noch am Strand, und überhaupt: fast Alles lässt sich doch irgendwie weiter verwenden, wenn man´s nur ein Bisserl repariert. Und das haben sie hier gelernt, auf ihrer einsamen Insel, weit weg vom Mainstream!

Dieser Beitrag wurde am 2015/06/17 um 13:03 veröffentlicht. Er wurde unter griechenland, ikaria, inseln, sporaden abgelegt und ist mit , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

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