homolka_reist

sommer.frisch!

So schöne Platzerln gibt´s im Salzburger Land, sogar die „Industriestadt“ Hallein zählt zu diesen, und man muss sich nicht mal dem Ungemach automobiler Anreise aussetzen. Hat nämlich zwei gravierende Nachteile: gerade jetzt im Sommer macht´s keine Freude, mit den Lemmingen die Strassen zu teilen, und, auch nicht unwichtig, da und dort werden gerne ganz vorzügliche Getränke angeboten, die im Ruf stehen, die Fahrtüchtigkeit zu beeinträchtigen.

Zugegeben, als ausgewiesener Genussmensch spreche ich genau diesen auch ab und an zu, als Motorradfahrer landet man da zwangsläufig beim öffentlichen Verkehr, Blechschaden kennt unsereiner nämlich nicht, man liegt ja so schnell auf der roten Nase. Also Westbahn nach Salzburg Hbf., den entsprechenden Anschluss ausfindig machen, Bahnsteig finden – gar nicht so leicht – und weiter mit der Staatsbahn. Klappt alles ganz problemlos dank entsprechender Apps, mittlerweile kann man sogar bei der ÖBB sein Ticket – wieder – im Zug lösen, muss es sich nur selbst ausstellen.

Hallein also, Guglhof konkret, Geburtsort feinster Edelbrände, Architekturjuwel, heute beherbergt Gastgeber Anton Vogel zudem das Team von der Sommerfrische Salzburgerland. Bernadette Wörndl und Barbara Goldacker sind die Hauptdarsteller eines an den Tisch gebrachten Portraits des Landes, grossartige Lebensmittel und kunstvolle Gegenstände sind weiter Elemente der Inszenierung, als Gastregisseur komplettiert heute Erwin Werlberger vom Winterstellgut die Mannschaft.

Doch zuvor führt Vogel durch die Produktion, Destilationsbirnen, Kühlschlangen und all die anderen Apparate in ihrer kupfernen Pracht sehen ja immer beeindruckend aus, der Rahmen der historischen Mauern bringt sie allerdings besonders gut zur Geltung. Und erst der Fasskeller! Uraltes Gemäuer behutsam saniert, der Sohn, praktischer Weise Architekt, hat es sogar zuwege gebracht, dem alten Stadel einen Keller unterzuschieben, in Eichenfässern von Chateau d´Yquem lagern aromatische Essenzen ihrer Trinkreife entgegen.

Demnächst dürfte die auch der erste Whisky aus Hallein erreicht haben, erstaunlicher Weise durften wir schon einen ersten, inoffiziellen, Probeschluck nehmen und, ja, mit diesem Uisge Beatha kommt wieder mal ein ganz besonderes Wässerchen aus den Voglschen Brennöfen. Das Getreide aus dem Lungau, vermaischt in Oberösterreich verbindet sich mit dem französischen Holz zu einem sanften Whisky mit Charakter, war nichts anderes zu erwarten.

Erwartungsgemäss aussergewöhnlich auch das folgende Banquet im Hof, ein Fest für alle Sinne, Design, Handwerk, Landwirtschaft und Küche gehen unter der Regie von Bernadette, Barbara und Erwin eine stimmige Symbiose ein, die Tafel legt aussagekräftig Zeugnis von den vielschichtigen sinnlichen Talenten des Salzburger Landes ab.
Machen Sie sich selbst ein Bild, am 27. Juli im Mesnerhaus in Mauterndorf wäre dazu wieder Gelegenheit!

Dieser Beitrag wurde am 2014/07/08 um 10:40 veröffentlicht. Er wurde unter österreich, hallein, salzburger land abgelegt und ist mit , , , , , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

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